Die Storage-Ampel erklärt
Wie Caventi Zusammenlagerung gegen TRGS 510 prüft und in drei klare Zustände übersetzt.
Die Zusammenlagerung von Gefahrstoffen ist einer der häufigsten Stolpersteine im Arbeits- und Brandschutz. Die Storage-Ampel von Caventi übersetzt die Regeln aus TRGS 510 in drei klare Zustände.
Warum Zusammenlagerung heikel ist
Stehen unverträgliche Stoffe zu nah beieinander, kann im Schadensfall aus einem kleinen Leck eine gefährliche Reaktion werden: Säuren und Laugen, Oxidationsmittel und Brennbares, wassergefährdende Flüssigkeiten und Zündquellen. Die klassische Prüfung verlangt, für jedes Stoffpaar die Lagerklassen zu bestimmen und in der Zusammenlagerungstabelle nachzuschlagen. Das kostet Zeit und ist fehleranfällig, sobald ein Lager mehr als eine Handvoll Stoffe führt.
Erlaubt
Stoffe derselben oder verträglicher Lagerklassen dürfen zusammen gelagert werden. Grün bedeutet aber nicht sorglos: Die Mengenschwellen je Brandabschnitt und die Vorgaben aus dem Sicherheitsdatenblatt gelten weiterhin.
Bedingt
Zusammenlagerung nur unter Auflagen, etwa mit getrennten Auffangwannen, räumlicher Trennung oder einer Mengenbegrenzung. Die Ampel nennt die Bedingung, die erfüllt sein muss, damit die Kombination zulässig bleibt.
Verboten
Unverträgliche Lagerklassen. Caventi warnt, bevor die Stoffe nebeneinander stehen, und verweist auf die getrennt oder separat zu lagernde Alternative.
Wie Caventi den Verdikt bestimmt
Caventi liest die Einstufung aus dem Sicherheitsdatenblatt, leitet daraus die Lagerklasse ab und gleicht jedes Paar gegen die geltende Zusammenlagerungstabelle ab. Ändert sich ein Datenblatt oder kommt ein Stoff hinzu, rechnet die Ampel automatisch neu. So wird aus einer aufwendigen Tabellenrecherche eine Entscheidung in Sekunden.
Was die Ampel nicht ersetzt
Die Storage-Ampel ist eine Entscheidungshilfe, kein Ersatz für die Gefährdungsbeurteilung. Gefährliche Reaktionen können auch innerhalb einer Klasse auftreten, und im Zweifel hat die stoffgenaue Beurteilung durch eine fachkundige Person Vorrang.